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Die Fireflies-Alternative für Kanzleien: Vermerk im Vergleich

Fireflies ist einer der größten Meeting-Assistenten weltweit: günstig, vielsprachig, mit riesigem Integrationskatalog. Sein Markenzeichen ist der Bot, der Terminen beitritt. Vermerk geht einen anderen Weg: Es dokumentiert jedes Mandantengespräch ohne Bot, am Tisch, im Videocall und am Telefon, und hält es je Mandant über Jahre auffindbar. Der Vergleich für Kanzleien, die eine Alternative suchen.

Kurzfazit

Fireflies passt zu internationalen Teams, die maximale Sprach- und Integrationsbreite zum kleinen Preis suchen und mit US-Verarbeitung sowie einem sichtbaren Bot leben können. Vermerk passt zu Kanzleien und Berufsgeheimnisträgern: Jedes Gespräch wird ohne Bot dokumentiert, auch am Besprechungstisch und bei Telefonaten am Rechner, liegt wenige Minuten später je Mandant geordnet vor und bleibt über Jahre auffindbar, mit Antworten samt Zitat und Zeitmarke. Gespeichert wird in Deutschland, verarbeitet nur in der EU, mit Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB. Seit die großen Besprechungsplattformen fremde Bots als Sicherheitsrisiko markieren, ist der botlose Weg auch praktisch der verlässlichere.

Das Bot-Problem: Wenn die Plattform den Assistenten aussperrt

Der Fireflies-Ansatz beruht darauf, dass ein Bot als Teilnehmer in den Termin kommt. 2026 haben die Plattformen die Regeln verschärft: Google Meet markiert fremde Notetaker-Bots seit dem Frühjahr als potenzielles Risiko und lässt sie standardmäßig nicht mehr automatisch in den Termin, Microsoft Teams sortiert erkannte Bots in eine eigene Lobby-Kategorie für verdächtige Teilnehmer ein, die der Organisator ausdrücklich freigeben muss, und Administratoren können sie unternehmensweit blockieren. Für den Alltag heißt das: Ob der Assistent mitschreiben darf, entscheidet nicht mehr der Nutzer, sondern die Plattform und die IT der Gegenseite.

Vermerk umgeht das Problem architektonisch: Die Desktop-App nimmt Mikrofon und Systemaudio lokal auf dem eigenen Rechner auf, in Zoom, Teams und Meet ebenso wie bei Telefonaten am Rechner. Es gibt keinen Bot, den eine Plattform aussperren könnte, und keinen fremden Teilnehmer, den der Mandant im Termin sieht. Für Gespräche am Besprechungstisch steht ein Konferenzmikrofon in der Mitte, ein Laptop muss dafür nicht auf dem Tisch stehen.

Der Vergleich in der Übersicht

VermerkFireflies
ErfassungBotlos: Videocall, Telefonat am Rechner, vor Ort mit Konferenzmikrofon; Desktop-App für macOS und WindowsBot als Teilnehmer; botlose Optionen über Browser-Erweiterung und Desktop-App
Ablage und WiederfindenJe Mandant geordnet und durchsuchbar; Fragen mit Zitat und Zeitmarke (Standard, Premium); Aufbewahrung je nach Tarif bis 10 JahreKanäle und Workspaces, keine Mandatslogik; globale Suche und KI-Assistent AskFred
DatenpfadVerschlüsselt gespeichert in Deutschland, Schlüssel je Aufnahme; verarbeitet nur in der EUUSA (Standard); EU-Speicherung nur im Enterprise-Tarif, Verarbeitung weiter in den USA; US-Unternehmen (CLOUD Act)
Training auf KundendatenNeinNein (laut Anbieter, 0-Day-Retention)
Einwilligung (§ 201 StGB)Abfrage vor jeder Aufnahme, EinwilligungsregisterOptionale Hinweis-Funktionen; Bot kann ungefragt in Kalendertermine einsteigen
§ 203 StGB und AV-VertragVerschwiegenheitsverpflichtung in Textform mit Belehrung und AV-Vertrag, in allen TarifenAV-Vertrag mit Standardvertragsklauseln, keine § 203-Verpflichtung
SprachenFokus Deutsch und EnglischÜber 100 Sprachen
Preis je Nutzer/Monat0 / 40 / 80 / 140 € netto0 / 10 / 19 / 39 US-Dollar (jährlich)

Stand August 2026, laut Anbieter-Preisseiten und Sicherheitsdokumentation.

Fireflies und die DSGVO

Fireflies bietet einen öffentlichen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Standardvertragsklauseln, SOC-2-Testierung und eine Teilnahme am EU-US Data Privacy Framework. Das ist mehr Datenschutz-Handwerk als bei vielen US-Anbietern. Gespeichert und verarbeitet wird standardmäßig in den USA; die EU-Speicheroption gibt es nur im Enterprise-Tarif, die Verarbeitung läuft nach Anbieterangaben auch dann in den USA. Für Kanzleien kommt ein zweiter Punkt hinzu: Berufsgeheimnisträger brauchen von jedem Dienstleister eine Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB, und die bietet Fireflies nicht an. Die Kriterien im Einzelnen zeigt die DSGVO-Prüfliste für Transkriptionstools.

Was Fireflies besser kann

  • Integrationen: Über 100 Anbindungen von CRM über Projektmanagement bis Zapier, dazu eine offene API. Vermerk bietet Exporte (PDF, DOCX, Markdown) und eine REST-API, aber keinen vergleichbaren Katalog.
  • Preis: Kostenloser Einstieg mit unbegrenzter Transkription und bezahlte Tarife ab 10 US-Dollar. Auf den reinen Preis gerechnet ist Fireflies kaum zu schlagen.
  • Sprachvielfalt: Über 100 Transkriptionssprachen inklusive Mischsprachen-Modus. Wer täglich zwischen vielen Sprachen wechselt, ist hier besser bedient.
  • Reife und Verbreitung: Seit 2016 am Markt, profitabel, riesige Nutzerbasis. Das Produkt ist erprobt und gut dokumentiert.

Preisvergleich

Fireflies kostet jährlich abgerechnet 0, 10, 19 oder 39 US-Dollar je Nutzer und Monat, Vermerk 0, 40, 80 oder 140 € netto. Der Preisabstand ist real, und er kauft zwei verschiedene Dinge. Bei Fireflies zahlt man für Transkription mit maximaler Breite. Bei Vermerk zahlt man für eine Gesprächsdokumentation, die Berufsrecht und Aufbewahrungspflichten trägt: jedes Gespräch je Mandant geordnet und mit Zitat wiederzufinden, verschlüsselt mit eigenem Schlüssel je Aufnahme, aufbewahrt bis zu zehn Jahre, mit AV-Vertrag und Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB. Der passende Vergleichsmaßstab für Kanzleien ist die Kanzleisoftware, nicht das günstigste US-Abo.

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Nehmen Sie Ihr nächstes Mandantengespräch ohne Bot auf, am Tisch, im Videocall oder am Telefon. Wenige Minuten später liegt der Vermerk je Mandant vor, gespeichert in Deutschland, verarbeitet nur in der EU.

Free-Tarif, 30 Aufnahmen/Monat. Ohne Kreditkarte, jederzeit kündbar.

FAQ

Häufige Fragen zu Fireflies und Vermerk

Ist Fireflies AI DSGVO-konform?

Fireflies bietet einen AV-Vertrag mit Standardvertragsklauseln, SOC 2 und die Teilnahme am EU-US Data Privacy Framework. Standardmäßig werden Daten aber in den USA gespeichert und verarbeitet; die EU-Speicherung gibt es nur im Enterprise-Tarif, bei weiterhin US-Verarbeitung. Als US-Unternehmen unterliegt Fireflies dem CLOUD Act, eine Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB bietet es nicht an. Ob das für den eigenen Einsatz genügt, prüft im Einzelfall der Datenschutzbeauftragte.

Kann man Fireflies ohne Bot nutzen?

Eingeschränkt: Für Google Meet gibt es eine Browser-Erweiterung und eine Desktop-App, die ohne Bot aufnehmen. Der Kern des Produkts bleibt aber der Bot, der Terminen beitritt. Vermerk ist von Grund auf botlos gebaut: Die Desktop-App nimmt Mikrofon und Systemaudio auf, in jeder Besprechungssoftware und bei Telefonaten am Rechner. Am Besprechungstisch nimmt ein Konferenzmikrofon alle Stimmen im Raum auf.

Was ist die beste Fireflies-Alternative aus Deutschland?

Für Kanzleien und Berufsgeheimnisträger: Vermerk. Es dokumentiert jedes Gespräch ohne Bot, vor Ort, im Videocall und bei Telefonaten am Rechner, ordnet es je Mandant und beantwortet Fragen auch Jahre später mit Zitat und Zeitmarke. Gespeichert wird verschlüsselt in Deutschland mit eigenem Schlüssel je Aufnahme, verarbeitet nur in der EU, mit dokumentierter § 201-Einwilligung, AV-Vertrag und Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB. Kostenloser Einstieg mit 30 Aufnahmen pro Monat.

Was kostet Fireflies?

Jährlich abgerechnet: kostenloser Einstiegstarif, Pro für 10, Business für 19 und Enterprise für 39 US-Dollar je Nutzer und Monat (monatlich abgerechnet teurer). Transkript-Downloads und Exporte setzen einen Bezahltarif voraus.

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