Bliro oder Vermerk: Welches deutsche Tool passt zu Ihnen?
Bliro aus München und Vermerk aus Hamburg teilen zwei Grundentscheidungen: kein Bot im Termin und ein europäischer Anspruch beim Datenschutz. Dahinter trennen sich die Wege. Bliro macht aus Kundengesprächen CRM-Daten für Vertriebsteams. Vermerk dokumentiert jedes Mandantengespräch, am Tisch, im Videocall oder am Telefon, und hält es je Mandant über Jahre auffindbar. Der faire Vergleich.
Kurzfazit
Bliro ist ein KI-Assistent für Vertriebs- und Kundenteams: tiefe CRM-Anbindung, Gesprächsanalysen, Coaching, ausgelegt auf Teams ab 10 bis 20 Lizenzen mit Preisen auf Anfrage. Vermerk ist Gesprächsdokumentation für Kanzleien: Wenige Minuten nach dem Gespräch liegt der Vermerk mit Entscheidungen, Aufgaben und Fristen vor, geordnet je Mandant und auch Jahre später mit Zitat wiederzufinden. Dazu kommen Einwilligungsregister, AV-Vertrag und Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB, ab einem Nutzer und mit kostenlosem Einstieg. Wer Vertriebsgespräche ins CRM will, schaut zu Bliro. Wer Mandantengespräche in die Akte will, zu Vermerk.
Der Vergleich in der Übersicht
| Vermerk | Bliro | |
|---|---|---|
| Erfassung | Botlos: Videocall, Telefonat am Rechner, vor Ort mit Konferenzmikrofon; Desktop-App für macOS und Windows | Botlos, Apps für Windows, macOS, iOS, auch vor Ort |
| Audio-Speicherung | Ja, als Beleg: verschlüsselt, Schlüssel je Aufnahme | Standardmäßig keine (Ausnahmen: Sprachmemos, VoiceID) |
| Ablage und Wiederfinden | Je Mandant geordnet und durchsuchbar; Fragen mit Zitat und Zeitmarke (Standard, Premium); Aufbewahrung je nach Tarif bis 10 Jahre | Gruppen und CRM-Objekte, keine Mandatslogik |
| Datenpfad | Gespeichert auf Servern in Deutschland, verarbeitet nur in der EU | Azure/AWS Frankfurt, Transkription über Speechmatics (Großbritannien, Server in Irland), KI über Azure OpenAI |
| § 203 StGB und AV-Vertrag | Verschwiegenheitsverpflichtung in Textform mit Belehrung und AV-Vertrag, in allen Tarifen | § 203-Verpflichtung nicht angeboten |
| Einstieg | Ab 1 Nutzer, Free-Tarif | Mindestgrößen (ca. 10 bis 20 Lizenzen), kein Free-Tarif |
| Preis | 0 / 40 / 80 / 140 € netto, öffentlich | Auf Anfrage |
| Zielgruppe | Kanzleien und Berufsgeheimnisträger | Vertriebs- und Kundenteams |
Stand August 2026, laut Anbieter-Websites und Hilfedokumentation.
Der entscheidende Unterschied für Kanzleien
Bliros Architekturentscheidung, Audio standardmäßig gar nicht zu speichern, ist konsequent und für viele Einsatzfälle ein Vorteil. Für Kanzleien hat sie eine Kehrseite: Ohne Aufnahme fehlt der Beleg. Vermerk bewahrt jedes Gespräch verschlüsselt und je Mandant auf, je nach Tarif bis zu zehn Jahre. Wer später fragt „Was haben wir Familie Sommer damals zur Übergabe zugesagt?“, bekommt die Antwort mit Zitat und Zeitmarke aus dem Gespräch, prüfbar gegen die Aufnahme. Die Einwilligung nach § 201 StGB fragt Vermerk vor jeder Aufnahme ab und dokumentiert sie.
Auch der Datenpfad unterscheidet sich: Bliro verarbeitet auf Azure- und AWS-Infrastruktur in Frankfurt, transkribiert über einen britischen Dienst und fasst über Azure OpenAI zusammen. Vermerk speichert auf Servern in Deutschland und verarbeitet nur in der EU, ohne US-Unterauftragsverarbeiter. Für Berufsgeheimnisträger entscheidend: Nur Vermerk bietet die Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB, die sie für die Einbindung eines Dienstleisters brauchen. Was das rechtlich bedeutet, erklärt der Leitfaden zu § 203 StGB und KI-Software.
Was Bliro besser kann
- CRM-Integration: Zertifizierte, tiefe Anbindungen an Salesforce, HubSpot, Dynamics 365 und SAP, inklusive eigener Felder und Objekte. Für Vertriebsprozesse ist das der Kern des Produkts und klar stärker als bei Vermerk.
- Keine Audio-Speicherung als Standard: Wer explizit will, dass gar keine Aufnahme existiert, bekommt das bei Bliro ab Werk. Ein legitimer Ansatz, wenn Belegbarkeit kein Ziel ist.
- Enterprise-Referenzen: Über 2.000 Unternehmen nach eigenen Angaben, darunter bekannte Konzern- und Mittelstandsnamen, dazu ISO 27001 und SOC 2.
- Telefonie-Funktionen: KI-Telefonassistenten und Abdeckung von VoIP-Gesprächen sind heute Teil des Produkts. Vermerk dokumentiert Telefonate, die Sie am Rechner führen (Softphone, Headset, Teams-Anruf), bietet aber keinen eigenen Telefonassistenten.
Preisvergleich
Bliro veröffentlicht keine Preise mehr: Die Tarife gibt es auf Anfrage, mit Mindestgrößen von etwa 10 bis 20 Lizenzen je nach Plan. Für eine Drei-Personen-Kanzlei ist das faktisch eine Absage. Vermerk ist ab einem Nutzer buchbar, die Preise stehen öffentlich auf der Preisseite: 0, 40, 80 oder 140 € je Nutzer und Monat netto, mit AV-Vertrag und § 203-Verpflichtung in allen Tarifen und einem dauerhaft kostenlosen Einstieg.
Für die Akte statt fürs CRM
Testen Sie Vermerk mit Ihren Mandantengesprächen, am Tisch, im Videocall oder am Telefon: Wenige Minuten später liegt der Vermerk je Mandant vor, und Jahre später finden Sie jede Zusage mit Zitat wieder.
Free-Tarif, 30 Aufnahmen/Monat. Ohne Kreditkarte, jederzeit kündbar.
Häufige Fragen zu Bliro und Vermerk
Was kostet Bliro?
Bliro veröffentlicht keine Preise; die Tarife Standard, Kundenteams und Enterprise gibt es auf Anfrage, mit Mindestgrößen von etwa 10 bis 20 Lizenzen laut Hilfedokumentation. Vermerk ist ab einem Nutzer buchbar: 0, 40, 80 oder 140 € je Nutzer und Monat, netto, öffentlich einsehbar.
Speichert Bliro Audio?
Standardmäßig nein: Bliro transkribiert in Echtzeit und speichert nur den Text. Ausnahmen sind laut Hilfedokumentation Sprachmemos und die optionale Sprechererkennung VoiceID, für die Audio auf Bliro-Servern gespeichert wird. Vermerk speichert die Aufnahme bewusst, verschlüsselt auf Servern in Deutschland mit eigenem Schlüssel je Aufnahme, damit jede Antwort auch Jahre später mit Zitat und Zeitmarke belegbar bleibt.
Für wen eignet sich Bliro?
Für Vertriebs- und Kundenteams ab etwa 10 bis 20 Nutzern, die Gesprächsdaten tief in Salesforce, HubSpot, Dynamics oder SAP integrieren wollen. Kanzleien und Berufsgeheimnisträger sind nicht die Zielgruppe: Es gibt weder Mandatslogik noch eine Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB.
Was ist der Unterschied zwischen Bliro und Vermerk?
Beide arbeiten botlos, aber für verschiedene Zwecke: Bliro macht aus Kundengesprächen CRM-Daten und Vertriebsanalysen. Vermerk dokumentiert jedes Mandantengespräch, vor Ort, im Videocall oder bei Telefonaten am Rechner, ordnet es dem Mandanten zu und beantwortet Fragen dazu später mit Zitat und Zeitmarke. Beim Datenpfad arbeitet Bliro mit Azure/AWS Frankfurt, Speechmatics (UK) und Azure OpenAI, Vermerk speichert in Deutschland und verarbeitet nur in der EU. Die Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB bietet nur Vermerk.
Der nächste Vermerk schreibt sich von selbst.
Kostenlos starten, App laden, erstes Gespräch aufnehmen: Der fertige Vermerk liegt wenige Minuten später im Dashboard.
Free-Tarif ohne Kreditkarte · macOS 14.4+ · Windows 11 (64-bit) · ca. 5 MB