Jamie AI oder Vermerk: der Vergleich für Kanzleien
Jamie aus dem Rheinland ist ein ausgereifter botloser Meeting-Assistent aus Deutschland: schnell entwickelt, auf allen Plattformen zu Hause, bei Beratungen und Führungskräften beliebt. Vermerk teilt das Aufnahmeprinzip und die Herkunft, zielt aber auf eine andere Aufgabe: jedes Mandantengespräch festzuhalten, beim Mandanten abzulegen und auch Jahre später wiederzufinden, im Rahmen, den Berufsgeheimnisträger brauchen. Der respektvolle Vergleich.
Kurzfazit
Jamie passt zu Führungskräften, Beratungen und Teams, die einen ausgereiften botlosen Notiz-Assistenten mit vielen Integrationen und Apps für alle Geräte suchen. Vermerk passt zu Kanzleien, die aus jedem Gespräch einen Vermerk brauchen, ob am Besprechungstisch, im Videocall oder bei Telefonaten am Computer: geordnet je Mandant, über Jahre aufbewahrt und auf Nachfrage mit Zitat und Zeitmarke wiederzufinden, mit dokumentierter § 201-Einwilligung und Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB. Der Kern des Unterschieds liegt also nicht in der Aufnahme, sondern darin, was danach mit dem Gespräch geschieht.
Der Vergleich in der Übersicht
| Vermerk | Jamie | |
|---|---|---|
| Erfassung | Ohne Bot: Videocall und Telefonate am Computer, Desktop-App (macOS, Windows) | Ohne Bot, Apps für macOS, Windows, iOS, Android |
| Gespräche vor Ort | Konferenzmikrofon in der Tischmitte, bei jährlichem Premium und Sovereign inklusive | Aufnahme über die Handy-App |
| Ablage | Je Mandant geordnet und durchsuchbar | Tags und Ordner, keine Mandatslogik |
| Wiederfinden | Fragen mit Zitat und Zeitmarke aus dem Gespräch (Standard, Premium) | Chat über alle Meetings |
| Aufbewahrung | Aufnahme und Vermerk bis 10 Jahre je nach Tarif, eigener Schlüssel je Aufnahme | Audio wird nach der Transkription gelöscht |
| Einwilligung (§ 201 StGB) | Abfrage vor jeder Aufnahme, Einwilligungsregister, Vermerk auf jedem Export | Einwilligungs-E-Mail und Hinweisfunktionen |
| AV-Vertrag und § 203 StGB | AV-Vertrag und Verschwiegenheitsverpflichtung in Textform, in allen Tarifen | Öffentlicher AV-Vertrag, keine § 203-Verpflichtung |
| Speicherung und Verarbeitung | Gespeichert in Deutschland, verarbeitet nur in der EU | Gespeichert in Frankfurt (Google Cloud), GPU, Transkription und KI auch über US-Anbieter (u. a. Modal, ElevenLabs, Soniox) |
| Kostenloser Tarif | 30 Aufnahmen/Monat | 10 Meetings/Monat, max. 30 Minuten |
| Preis je Nutzer/Monat (jährlich) | 0 / 34 / 68 / 119 € netto | 0 / 21 / 39 / 33 € (Plus / Pro / Team) |
Stand August 2026, laut Anbieter-Preisseite, Sicherheitsseite und Auftragsverarbeitungsvertrag (Anhang Subprozessoren). Vermerk monatlich abgerechnet: 40 / 80 / 140 € netto.
Der entscheidende Unterschied für Kanzleien
Der erste Unterschied zeigt sich, wenn Sie ein Gespräch nach Jahren wieder brauchen. Jamie organisiert Notizen mit Tags und Ordnern, gedacht für den persönlichen Arbeitsfluss, und löscht das Audio nach der Transkription. Vermerk ordnet jedes Gespräch dem Mandanten zu und bewahrt Aufnahme und Vermerk je nach Tarif bis zu zehn Jahre auf. Auf eine Frage wie „Was haben wir Familie Sommer damals zur Übergabe zugesagt?“ antwortet Vermerk mit dem Zitat und der Zeitmarke aus dem Gespräch, und jede Aussage bleibt gegen den Originalton prüfbar.
Der zweite Unterschied ist der berufsrechtliche Rahmen. Vermerk fragt vor jeder Aufnahme nach der Einwilligung aller Beteiligten und führt sie im Einwilligungsregister, verschlüsselt jede Aufnahme mit eigenem Schlüssel und enthält AV-Vertrag und Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB in allen Tarifen. Beim Datenpfad speichern beide in Deutschland. Jamie führt laut eigenem Auftragsverarbeitungsvertrag in der Verarbeitungskette zusätzlich mehrere US-Unternehmen, von der GPU-Infrastruktur bis zur Transkription. Vermerk verarbeitet nur in der EU und nennt alle Dienstleister offen.
Was Jamie besser kann
- Geräteabdeckung: Apps für macOS, Windows, iOS und Android, inklusive Vor-Ort-Aufnahme auf dem Handy. Vermerk nimmt mit der Desktop-App für macOS und Windows auf, am Besprechungstisch über ein Konferenzmikrofon in der Tischmitte.
- Reife und Tempo: Seit 2022 am Markt, hohes Entwicklungstempo und ein rundes Produkt mit Assistent-Funktionen wie dem Sidebar-Chat über alle Meetings.
- Integrationen: Anbindungen an CRM- und Notiz-Werkzeuge von Salesforce bis Notion, dazu API, Webhooks und MCP-Schnittstelle. Der Katalog ist breiter als bei Vermerk.
- Sprachen: Über 80 Transkriptionssprachen. Wer international arbeitet, hat hier deutlich mehr Auswahl als bei Vermerk.
Preisvergleich
Preislich liegen beide näher beieinander als bei den US-Anbietern: Jamie kostet jährlich abgerechnet 21 € (Plus), 39 € (Pro) beziehungsweise 33 € je Nutzer (Team), Vermerk 34, 68 oder 119 € netto (monatlich abgerechnet 40, 80 oder 140 €). Der Aufpreis bei Vermerk kauft, was Kanzleien über die Notiz hinaus brauchen: Ablage je Mandant, Fragen mit Zitat und Zeitmarke, Aufbewahrung bis zu zehn Jahre, Einwilligungsregister, eigener Schlüssel je Aufnahme und die Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB. Bei jährlicher Zahlung ist im Premium- und Sovereign-Tarif zudem ein Konferenzmikrofon für Gespräche am Tisch enthalten. Wer das nicht braucht, fährt mit Jamie günstiger.
Vom Gespräch zum Vermerk beim Mandanten
Nehmen Sie Ihr nächstes Mandantengespräch mit Vermerk auf, vor Ort, im Videocall oder am Telefon. Wenige Minuten später liegt der Vermerk mit Entscheidungen, Fristen und Aufgaben vor, abgelegt beim Mandanten.
Free-Tarif, 30 Aufnahmen/Monat. Ohne Kreditkarte, jederzeit kündbar.
Häufige Fragen zu Jamie und Vermerk
Was kostet Jamie AI?
Jährlich abgerechnet 21 € (Plus, 20 Meetings/Monat), 39 € (Pro, unbegrenzt) und 33 € je Nutzer (Team); monatlich abgerechnet 25, 47 und 39 €. Der kostenlose Tarif umfasst 10 Meetings pro Monat mit maximal 30 Minuten. Vermerk kostet 0, 40, 80 oder 140 € je Nutzer und Monat, netto, bei jährlicher Zahlung 15 % weniger.
Ist Jamie AI DSGVO-konform?
Jamie speichert Transkripte in Frankfurt, bietet einen öffentlichen AV-Vertrag und ist ISO-27001-zertifiziert. Der eigene AVV listet allerdings mehrere US-Subprozessoren in der Verarbeitungskette, darunter die Transkriptionsdienste und die GPU-Infrastruktur, abgesichert über Standardvertragsklauseln. Ob das genügt, hängt vom Einsatzfall ab. Berufsgeheimnisträger brauchen zusätzlich eine Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB, die Jamie nicht anbietet.
Hat Jamie AI eine Mandantenverwaltung?
Nein. Jamie organisiert Meetings über Tags und Ordner, eine Ablage je Mandant mit Aufbewahrungsfristen gibt es nicht. Vermerk ordnet jedes Gespräch dem Mandanten zu, verschlüsselt jede Aufnahme mit eigenem Schlüssel, bewahrt sie je nach Tarif bis zu 10 Jahre auf und beantwortet Fragen dazu mit Zitat und Zeitmarke.
Was ist der Unterschied zwischen Jamie und Vermerk?
Beide nehmen ohne Bot auf und kommen aus Deutschland. Jamie ist der Generalist für gute Meeting-Notizen mit breiter Geräte- und Integrationsabdeckung. Vermerk ist für Kanzleien gebaut: Jedes Gespräch, ob vor Ort, im Videocall oder am Telefon, wird zum Vermerk, geordnet je Mandant und Jahre später mit Zitat und Zeitmarke wiederzufinden. Dazu kommen Einwilligungsregister nach § 201 StGB, Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 StGB und Verarbeitung nur in der EU.
Der nächste Vermerk schreibt sich von selbst.
Kostenlos starten, App laden, erstes Gespräch aufnehmen: Der fertige Vermerk liegt wenige Minuten später im Dashboard.
Free-Tarif ohne Kreditkarte · macOS 14.4+ · Windows 11 (64-bit) · ca. 5 MB